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Best Practice: Backup einer Hyper-V Cluster Umgebung

Donnerstag, 18.4.2019

Laut Gartner waren Mitte 2015 bereits 75 Prozent aller x86-Server virtualisiert. Microsofts Hyper-V erfreut sich als bewährte und kostengünstige Virtualisierungsplattform großer Beliebtheit im Mittelstand. Die Sicherung der heterogenen IT-Umgebungen erfordert eine solide Planung und die Berücksichtigung einiger Besonderheiten. 

Virtualisierung läuft als kontinuierlicher Prozess ab. Viele mittelständische Unternehmen betreiben neben einem physischen Domain Server ein bis zwei weitere physische Server parallel zu einem Cluster aus Hyper-V Hosts. Die Zahl der virtuellen Maschinen übersteigt die Zahl der Hosts - beispielsweise laufen 14 virtuelle Maschinen in dem folgenden Beispiel auf drei Hyper-V Hosts.

Wie der zentrale Schutz einer heterogenen IT-Umgebung mit NovaStor DataCenter out-of-the-box aussehen kann, illustrieren wir anhand zentraler Aspekte des folgenden Best Practice. Die komplette Lösung umfasst das Backup-Konzept einerseits und sie Abbildung der Sicherungsstrategie auf der IT-Infrastruktur mit NovaStor DataCenter andererseits.

Produktivumgebung von Backup-Infrastruktur trennen

Wie groß oder klein eine IT-Umgebung auch sein mag. Das Backup erfüllt seinen Zweck am besten, wenn die Backup- und Produktivumgebung getrennt sind. So gewährleistet beispielsweise die Platzierung der Backup-Infrastruktur in einem getrennten Brandabschnitt die Verfügbarkeit der Sicherungsdaten, wenn die Produktivumgebung von einem lokalen Unglück zerstört wurde. Für die Platzierung des Backup Servers bieten sich ein anderes Stockwerk, Nachbargebäude oder entsprechend abgegrenzte Bereiche eines Rechenzentrums an. 

Bei einem Datenvolumen von rund 10 TB Produktivdaten empfiehlt sich die Anbindung der Backup-Speicher mit einer 10 GBit-Verbindung, um genügend Bandbreite für die Datenübertragung beim Backup und beim Restore zur Verfügung zu haben. 

Hyper-V Backup

Backup-Schema: D2D2T

Das primäre Backup erfolgt typischerweise auf eine Festplatte/Disk, um die aktuellen Daten bei Anwender- oder Hardware-Fehlern schnell wiederherzustellen. Ein Rotationsschema bildet für die Sicherung auf Disk eine Aufbewahrungszeit von 3-4 Wochen ab, so dass die Medien effizient genutzt werden.

Die zweite Sicherungsstufe erfolgt täglich vom Backup Server auf eine Tape Library. Tape-Technologie bietet als Offline-Medium insbesondere Schutz vor Datenverlusten durch Blitzschlag oder Cyber-Angriffe.

Die Sicherungen auf Magnetband unterliegen einer Aufbewahrungsfrist von 3 Monaten. In wöchentlichem Rhythmus findet die Auslagerung der Magnetbänder in ein Bankschließfach statt. Der zusätzliche Standort dient als Absicherung für den Fall, dass der Backup Server beschädigt wird oder ältere Daten wiederherzustellen sind. Tape bietet dabei die Vorteile einer kosten- und energieeffizienten Technologie. 

Die Kombination von Vollsicherungen mit inkrementellen oder differentiellen Sicherungen oder incremental Forever legt das Backup-Konzept anhand der Wiederherstellungsziele des Anwenders fest. 

Agenten und agentenloses Backup im Hyper-V Cluster

Die Konfiguration virtueller Maschinen in einem Cluster ermöglicht Lastenausgleich und dient der Ausfallsicherheit. Für die Sicherung der virtuellen Maschinen im Cluster muss die Backup Software Cluster-Konfigurationen unterstützen, damit die Sicherung ebenso wie im Verlustfall die Wiederherstellung funktioniert. Beispielsweise bindet NovaStor DataCenter die virtuellen Maschinen beim Restore automatisch ins Cluster ein. 

Für die einzelnen virtuellen Maschinen bietet sich die agentenlose Sicherung - ohne Installation eines Software-Agenten - an. Statt eines lokal installierten Agenten startet der Hypervisor die Sicherung. Diese Methode spart Lizenzen und senkt den Administrationsaufwand.

Viele Mittelständler betreiben unter anderem Microsoft SQL und Exchange auf virtuellen Maschinen. Aufgrund der Relevanz der essentiellen Geschäftsanwendungen empfiehlt NovaStor, diese Applikationen zusätzlich mit einem Agenten zu sichern. So lassen sich auch dedizierte Aufbewahrungsvorgaben einfach organisieren.

Fazit: Backup für heterogene IT-Umgebungen

Mittelständische Unternehmen betreiben größtenteils heterogene IT-Infrastrukturen. Die Ko-Existenz physischer Server und virtueller IT-Umgebungen steigert die Komplexität der Datensicherung. Zudem findet die Virtualisierung der IT als kontinuierlicher Prozess statt.

Um Daten effizient, zukunfts- und rechtssicher vor Verlust zu schützen, setzt NovaStor auf eine Gesamtlösung aus NovaStor DataCenter als Backup Software, die umfassende Hyper-V-Unterstützung bietet, einem Backup-Konzept und Unterstützung von der Testinstallation bis in den produktiven Betrieb.

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